Madagaskar: Eisenbahn am Limit

Madagaskar: Dschungelzüge: 27.4. – 11.5.2018

Madagaskar: Im Land der Baobabs: 10.5. – 17.5.2018

Eisenbahnen in Madagaskar

Madagaskar ist eine faszinierende, tropische Insel im Indischen Ozean. Während der Kolonialzeit errichtete die Kolonialmacht Frankreich einige Eisenbahnlinien, um die sehr einfache Infrastruktur des Landes zu verbessern. Große Teile dieser Eisenbahnen existieren noch heute und werden teilweise auch noch genutzt. Aber die Bedingungen, unter denen die Bahnen betrieben werden, sind bestenfalls als „interessant“ zu beschreiben. Auf einer der Strecken, die wir besuchen werden, verkehrt der sog. „Dschungel-Express“ sechs Mal die Woche. Eine Fahrt kann allerdings auch einmal bis zu 35 Stunden dauern. Es gibt nur eine einzige betriebsfähige Lokomotive dort. Der Fahrplan sieht natürlich eine viel kürzere Fahrzeit vor, aber das hat nicht viel zu bedeuten, weil Strecke und Fahrzeuge einfach nicht mehr hergeben.

Eisenbahnen in Madagaskar

Die Verhandlungen über diese Reise begannen am absoluten Tiefpunkt: „Nein, unmöglich“, „Nein, nicht erlaubt“… Nach einem Jahr Verhandlungen und etlichen persönlichen Besuchen aller noch betriebenen Strecken durch unsere lokale Agentin vor Ort haben wir jetzt den direkten Zugang zum Management der Strecken und sogar die Erlaubnis, auch auf dem Führerstand der Lokomotiven mitzufahren. Man hat auch die Anfangs immer abgelehnten Charterfahrten mit einem Micheline Triebwagen zugestimmt, da wo es noch geht. Diese Michelines sind mit Gummireifen angetriebene Klassiker, die wegen des schlechten Streckenzustandes den Hauptstadtbahnhof z. B. nicht mehr verlassen können. Aber von Fianarantsoa können wir den schnittigen Veteran einige Kilometer auf die Strecke schicken. Es gibt nur noch zwei betriebsfähige Michelines, einer in Fianarantsoa, der andere in der Hauptstadt Antananariva, kurz Tana.

Madagaskar ist berühmt für seine Baobab-Bäume und endemische Arten, wie einige Lemuren-Arten. Daher haben wir nach dem Eisenbahnprogramm ein touristisches Programm angeschlossen. Reisen durch Madagaskar ist eine Herausforderung. Man sollte nie die Zeit unterschätzen, die man selbst für kurze Distanzen benötigt. Es wird auf jeden Fall eine Erfahrung! Die hoch interessante Tierwelt wird aber alle Strapazen vergessen lassen.

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Reiseplan

Datum

Reiseplan

27.4.

Abhängig vom individuellen Ausgangspunkt der Reise muss man bereits am 27.4. abfliegen.

28.4.

Abflug von Paris mit Air France. Ankunft um 22.30 Uhr, Transfer zu unserem Hotel in der Hauptstadt Antananarivo.

29.4.

Züge zu fotografieren, ist in Madagaskar ein schwieriges Unterfangen. Wir haben Kontakte zu den Eisenbahnen geknüpft, damit wir auch Informationen über die verkehrenden Güterzüge erhalten. Falls es welche gibt, werden wir diese im Abschnitt Andasibe – Ambila aufnehmen. Die Reisezeit von Tana nach Brickaville beträgt auf der Straße rund fünf Stunden. Aber für die 13 km von Brickaville nach Ambila sollte man noch einmal eine Stunde kalkulieren, weil wir mit einer Fähre fahren müssen. Wir werden unser Hotel in Andasibe wahrscheinlich erst in der Dunkelheit erreichen.

30.4.

Mit dem Zug fahren wir von Andasibe nach Andranokoditra. Wir dürfen dabei auch im Führerstand der Lok mitfahren – nicht alle gleichzeitig, aber nacheinander. Mit einem Boot gelangen wir zu unserem Hotel, dem Palmarium Hotel.

1.5.

Wir versuchen, das Unmögliche möglich zu machen: einen Zug zu verfolgen. Das geht mit einem Bus und einem Speedboot – denn Wasser hat keine Schlaglöcher. Der Zug fährt um 8.30 Uhr ab, weswegen wir unser Hotel bereits gegen 5 Uhr verlassen müssen, um mit einem Boot rechtzeitig die große Brücke über den Pangalanes bei Ivondro zu erreichen. Nach der Aufnahme fahren wir mit Hochgeschwindigkeit zu einem Abschnitt, wo wir von Bord gehen und in den bereit stehenden Charterbus umsteigen können. Wir versuchen dann, den Zug ein zweites Mal vor Brickaville zu erreichen. Dort passiert die Strecke auf einer kombinierten Straßen-/Bahnbrücke den Fluss. Bei einem Feldversuch hat der Zug zwischen Tamatave und Brickaville unglaubliche 5 Stunden und 40 Minuten gebraucht. Kurz hinter Brickaville ergibt sich noch eine weitere Möglichkeit für eine Streckenaufnahme, bevor sich Straße und Bahn unerreichbar trennen. Bevor wir wieder die Strecke erreichen können, dürfte schon die Nacht angebrochen sein … Hotel in Andasibe

2.5.

Am Morgen fahren wir mit unseren Charterbus nach Moramanga weiter. Der „Trans Lemurie Express“ verlässt den Ort um 10.30 Uhr, aber er ist nicht so schnell, wie sein Name vermuten lässt. Er braucht bis ca. 16 Uhr, um sein Ziel, Ambatondrazaka, zu erreichen. In Ambatondrazaka werden wir im besten Hotel der Stadt absteigen, was aber nicht viel heißt, es ist sehr einfach.

3.5.

Mit unserem Charterbus werden wir den “Trans Lemurie Express” heute verfolgen, um zu Streckenaufnahmen zu kommen. Der Zug verlässt Ambatondrazaka bereits um 7 Uhr und soll am Nachmittag ankommen. Wir fahren dann zu unserem Hotel in Ambatofotsy, südlich von Antananarivo (Google Earth nennt diesen Ort „Tsiafahy“).

4.5.

Da es keine Inlandsflüge nach Manakara mehr gibt, müssen wir mit unserem Charterbus nach Fianarantsoa fahren. Wir werden dabei die typische madagassische Berglandschaft auf einer der wenigen Hauptstraßen des Landes durchfahren. In Antsirabe haben wir einen kurzen Stopp am Bahnhof (derzeit kein Zugverkehr) geplant. Hotel in Fianarantsoa

5.5.

Das Abenteuer “Dschungel-Express” steht auf der Tagesordnung: Fianarantsoa – Manakara, berühmt-berüchtigt für seine heftigen Verspätungen. Die 163 km lange Strecke kann man laut Fahrplan in 8 Stunden zurücklegen – es können aber auch 18 oder 35 daraus werden, wer weiß! Hotel in Manakara

6.5.

Der Zug soll seine Rückfahrt um 7 Uhr beginnen. Auf dem ersten Abschnitt ergibt sich die Möglichkeit, einige Bilder einzufangen. Am Beginn seiner Reise kreuzt der Zug den stillgelegten Flughafen der Stadt. Wir haben nach einer Genehmigung gefragt, die Überfahrt des Zuges über die Start- und Landebahn zu fotografieren. Die Antwort war: macht doch, was ihr wollt! Niemand fühlt sich für das Rollfeld zuständig. Dann beginnen wir die Verfolgung des Zuges nach Sahanisaka (ca. 40 km), denn dort befindet sich ein sehr schönes Viadukt, welches man mit Allradfahrzeugen erreichen kann – falls es zuvor nicht heftig geregnet hat. Danach müssen wir den Bahnhof erreichen, bevor der Zug von dort abfährt. Wir haben mit den Eisenbahnern gesprochen, um das möglich zu machen. Wer den Nervenkitzel nicht mag, kann gerne schon in Manakara in den Zug einsteigen. Ca. 20 km vor dem Endbahnhof Fianarantsoa befindet sich Sahambavy. Es ist anzunehmen, dass unser Zug Sahambavy erst nach Einbruch der Dunkelheit erreicht. Hotel in Sahambavy

7.5.

Montags ist, sofern kein Güterzug verkehrt, Betriebsruhe auf der Strecke. Daher haben wir am Nachmittag die Perle der Strecke gechartert: den Micheline Triebwagen. Mit dem gummireifen-getriebenen Fahrzeug werden wir von Sahambavy zum Endpunkt Fianarantsoa fahren. Hier werden wir den Bahnhof und das kleine Ausbesserungswerk der Fianarantsoa Cote Est besuchen. Hier ist die einzige betriebsfähige Lok der Bahn stationiert. Falls es unsere Zeit erlaubt, werden wir auch einen Blick in die Stadt mit ihren Kolonialbauten und der Ambozontany Kathedrale werfen. Hotel in Fianarantsoa

8.5.

Laut Fahrplan soll der Zug nach Manakara Fianarantsoa um 7 Uhr verlassen, aber das ist nur Wunschdenken. Unser Weg zurück nach Tana ist lang, und so kann es sein, dass wir die Abfahrt des Zuges nicht mehr abwarten können. Charterbus zurück nach Antananarivo (Tana). Wir werden die Hauptstadt am Abend erreichen. Hotel in Tana

9.5.

Falls es heute einen Güterzug gibt, fahren wir nach Anjeva (ca. 20 km), um ihn in der dortigen Landschaft abzulichten. Je nach Fahrplan werden wir unseren geplanten Besuch des Ausbesserungswerkes von Madarail in Tana koordinieren. Dort befindet sich auch der zweite, betriebsfähige Micheline Triebwagen Madagaskars. Wir haben ihn für einige Rangierfahrten innerhalb des Bahnhofsgeländes gechartert, auf die Strecke dürfen wir mit ihm nicht, weil er dort ständig entgleiste. Hotel in Antananarivo.

10.5.

Noch einmal werden wir nach Güterzügen im Abschnitt Tana – Tamatave Ausschau halten. Unser Fokus liegt auf dem Streckenabschnitt um Andasibe. Am Abend fahren wir nach Tana zurück. Falls es keinen Zug gibt, kehren wir früher zurück und machen eine Stadtrundfahrt. Hotel in Antananarivo bis zu unserem Rückflug oder Teilnahme an der kulturellen Verlängerung.

11.5.

Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Europa, Ankunft am selben Abend.

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Madagaskar – Land der Baobabs

Baobabs in Madagaskar

Datum

Reiseplan

10.5.

Abflug von Paris mit Air France, Ankunft am späten Abend, Transfer zu einem Hotel in Antananarivo.

11.5.

Transfer zum Flughafen und Inlandsflug nach Morondava, Transfer zum Hotel und Freizeit. Hotel Palissandre

12.5.

Mit gecharterten Allradfahrzeugen geht es nach Kirindy. Im Reservat von Kirindi findet sich u.a. die Fosa, eine endemische Wildkatze, die wie ein kleiner Panther aussieht. Hotel Auberge de Kirindy. Es wird eine Nachtwanderung mit einem kundigen Führer in das Reservat angeboten.

13.5.

Auf einer Tageswanderung werden wir den Tierreichtum erleben. Danach fahren wir zum Sonnenuntergang an die berühmte Baobab-Allee. Anschließend fahren wir zum Palissandre Hotel in Morondava weiter

14.5.

Auf unserer Überlandfahrt werden wir das typische Madagaskar erleben. Die Straßen und Wege sind nur langsam befahrbar, weswegen wir heute nur bis Miandrivazo kommen und dort im Princesse Tsiribihina Hotel übernachten werden.

15.5.

Heute fahren wir nach Antsirabe weiter, der „Wasserstadt“, die für ihre Thermalbäder bekannt ist. Am Nachmittag geht es weiter nach Antananarivo, wo wir im Grand Mellis absteigen werden.

16.5.

Besuch des Weltkulturerbes in Ambohimanga. Hier können sie der Geschichte Madgaskars ganz nahe kommen. Wir haben das Grand Mellis gebucht, bis wir in der Nacht zum Flughafen fahren werden

17.5.

Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Europa, Ankunft am selben Abend.

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Streckenbeschreibung

Eisenbahnen in Madagaskar

1958 wurde Madagaskar unabhängig. Der junge Staat gründete die Réseau National des Chemins de Fer Malagasy (RNCFM). Nach drei Jahrzehnten unter staatlicher Regie war die Bahn völlig ruiniert. Nur eine einzige Lokomotive war noch betriebsbereit, die Gehälter der Angestellten waren sieben Monate nicht gezahlt worden. Man suchte das Heil in der Privatisierung und teilte das Netzwerk auf; der nördliche Teil ging an Madarail. Man hatte hoch fliegende Pläne, die Bahn mit Hilfe ausländischer Investoren zu reanimieren. Man begann mit den Arbeiten und beschaffte neues Material, aber nach 12 Jahren benötigte Madarail staatliche Hilfen, um zu überleben. Die geplante Erneuerung der Gleise konnte nicht zu Ende gebracht werden. Damit ist das Bahnsystem heute (erneut) an einem sehr kritischen Punkt. Die noch verkehrenden Züge sind sehr langsam. Nur weil die Straßen in noch schlechterem Zustand sind, ist der Bahnsektor auch heute noch von wirtschaftlicher Bedeutung. Der Anteil der Eisenbahn am Güterverkehr lag 2012 bei rund 20 %.

Eisenbahnen in Madagaskar

Eisenbahnen in Madagaskar

Madarail besitzt heute 836 Kilometer, von denen diese Strecken in Betrieb sind:

Anfang 2017 gab es keine planmäßigen Züge nach Antsirabe. Die Zahl der Güterzüge auf den anderen Strecken ist nicht vorhersehbar. Normalerweise sollte mindestens ein Zugpaar am Tag zu erwarten sein. Dazu gibt es diese Reisezüge:

Laut Fahrplan soll der Zug neun Stunden und 14 Minuten benötigen, aber Fahrplanangaben in Minuten zeugen von Humor. Die Abfahrt ist für gewöhnlich pünktlich, die Ankunftszeit variiert. Deshalb haben wir hier eine Spanne angegeben, in der die Züge für gewöhnlich am Zielort eintreffen.

Eisenbahnen in Madagaskar

Eisenbahnen in Madagaskar

Auf der Strecke Moramanga – Ambatondrazaka an den Alaotra-See ist Dia Soa für die Personenzüge verantwortlich. Das Zugpaar wird „Trans Lemurie Express“ genannt und verkehrt:

Diese Züge verkehren für gewöhnlich pünktlich, sind sauber und bieten erster und zweite Klasse. Es sind die besten Reisezüge, die Madagaskar zu bieten hat.

Für die südliche Strecke ließ sich bei der Privatisierung kein Unternehmen finden, das sie übernehmen wollte. Deshalb wurde die staatliche Gesellschaft Fianarantsoa Cote Est (FCE) gegründet. Die Strecken ist 163 km lang, der größte Teil davon liegt in einer starken Steigung (Ampitabe, km 28,1 bis Sahasinaka, km 116,2). Nach einigen Unfällen verblieb nur noch eine einzige betriebsfähige Lokomotive. Daher kann der Verkehr auch jederzeit eingestellt werden. Die Situation ist seit 2012 unverändert, und jetzt, fünf Jahre später, fahren sie immer noch. Daher sehen wir Chancen, dass man auch 2018 noch den sogenannten Dschungel Express fahren wird. Es handelt sich um einen sozialen Service für die Anwohner der Strecke ohne Straßenzugang. Deswegen sind die Halte auf den Unterwegsstationen auch sehr ausgedehnt. Der Zug ist der Mittelpunkt des Lebens, der Mark und das Kommunikationszentrum in den Dörfern entlang der Strecke.

Eisenbahnen in Madagaskar

Außer montags fährt der Zug jeden Tag, einen Tag bergwärts, einen tag talwärts. An Montagen kann es einen Güterzug im oberen Abschnitt der Bahn geben. Es ist unabsehbar, wann der Zug abfahren und ankommen wird. Normalerweise fährt er irgendwann am Morgen ab und kommt an, wenn er eben ankommt. Meist tief in der Nacht.

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Anmerkungen

Die Eisenbahnen führen oft durch Gebiete, die nicht von Straßen oder fahrbaren Wegen erschlossen sind. Die schlechten technischen Bedingungen, unter denen die Bahnen arbeiten, sind teilweise unsicher. Die Reise ist ohnehin nicht auf den Vollkasko-Touristen ausgelegt, der auf seinen 16-Uhr-Cappuccino besteht, sondern für den abenteuerlustigen Entdecker, der gerne abseits der bekannten Wege unterwegs ist, um Neues zu erkunden und sich auf die örtliche Mentalität einlassen kann und will. Alle Zeitangaben hier sind nur Indikatoren, wann etwas eventuell oder auch nicht passieren könnte. Nichts ist garantiert. Wenn die einzige Lok in Fianarantsoa die Hufe reißt bzw. die Räder, dann fährt auf dieser Strecke eben nichts. Dabei ist es völlig egal, ob wir auf dem Abfahrtsbahnhof stehen, auf irgendeinem Unterwegsbahnhof oder mitten im Dschungel. Dann müssen wir einfach warten, bis die Lok repariert ist und die Fahrt fortgesetzt werden kann. Das kann eine gewisse Zeit dauern, und alle Nachfragen, wann es denn so weit sein wird, sind nutzlos. Es dauert eben so lange, wie es dauert. Man sollte sich eine Familienpackung Valium mitnehmen, wenn man das Land gerne sehen möchte, sich aber mit der Art und Weise, wie Dinge auf einer tropischen, afrikanischen Insel gelöst oder nicht gelöst werden, nicht für ein paar Tage anfreunden kann.

Madagaskar

Wenn man sich aber darauf einlässt, dann eröffnet sich einem eine neue, unbekannte Welt und man nimmt Eindrücke mit nach Hause, die keine Fernsehshow je vermitteln kann. Auf der kulturellen Verlängerung sehen wir die berühmte Baobab-Allee und die reiche Fauna und Flora von Madagaskar.

Madagaskar gehört zu den ärmsten Staaten Afrikas. Die Infrastruktur ist mit keinem europäischen Land vergleichbar. Straßen, oder was man dort als solche bezeichnet, können nach Regenfällen komplett unpassierbar werden. Die Eisenbahn kann möglicherweise nicht fahren, Loks können ausfallen, umfallen, entgleisen, Gleise blockiert oder unter eine Schlammlawine verschwunden sein. Unsere lokale Reiseagentur wird sicherstellen, dass wir auch bei längeren Wartezeiten immer genug zum Essen und Trinken haben werden. Das ist relativ einfach, denn auf jedem noch so kleinen Bahnhof werden zahlreiche Händler die Reisenden der Züge versorgen wollen. Aber man sollte im Gedanken behalten, dass es keine festen Essenszeiten gibt, es kann sehr spät werden mit dem Abendessen. Zugverspätungen von mehreren Stunden oder sogar einem Tag sind in Madagaskar bekannt. Deswegen kann es nicht schaden, ein paar Müsli-Riegel und etwas Trinkwasser immer dabei zu haben.

Straßen in Madagaskar

So können Straßen aussehen. Selbst Allradfahrzeuge müssen manchmal aufgeben.

Eisenbahnen in Madagaskar

Das war die vorletzte Lok, die in Fianarantsoa im Einsatz stand ... Nun bleibt nur noch eine.

Man muss eine gewisse Fitness für diese Reise besitzen. Wir reisen unter tropischen Bedingungen. Die Hotels sind manchmal nicht das, was man als einfachen Standard in einem Land der westlichen Zivilisation erwarten würde. Wo immer möglich haben wir gute Mittelklassehotels gebucht, aber manchmal auch das beste Hotel am Platze – was natürlich überhaupt nichts heißt, außer, dass in es in einem erreichbaren Umkreis einfach nichts Besseres gibt.

Es ist ratsam, dass man für Reisen unter schwierigen Umständen eine gewisse körperliche Fitness mitbringt, die einem ermöglicht, auch mal einen Kilometer zu Fuß zu einer Fotostelle zu gehen.

Madagaskar

Hygienische und Umweltstandards Madagaskars lassen sich mit keinem europäischen Land vergleichen. Bitte beachten Sie, dass die Hotels, Busse, Züge, eigentlich alles, was uns begegnen wird, keinesfalls EU-konform sind. Deshalb reisen wir ja gerade dorthin. Wir werden in ein Land reisen, in dem Umwelt- und Unfallschutz nahezu unbekannt sind. Es sei ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen, die durch die Benutzung und den Aufenthalt in der Nähe der Eisenbahnen oder im Straßenverkehr entstehen können. Benutzen Sie immer Ihren gesunden Menschenverstand, wenn Sie Straßen und Bahngleise überqueren. Wenn Sie sich nicht auf dunklen Straßen in der Nacht orientieren können, nehmen Sie eine ausreichend starke Taschenlampe mit. Der Abschluss einer Auslands-Unfallversicherung und der ohnehin wichtigen Auslandskrankenversicherung wird empfohlen. Weder die Eisenbahnen vor Ort, der örtliche Veranstalter noch FarRail Tours haften in irgendeinem Fall für Unfälle jeglicher Art, Schäden, Verluste oder Unannehmlichkeiten, Mehrkosten etc., die z. B. aus notwendigen Umbuchungen oder Verspätungen einzelner Verkehrsträger entstehen können. Es wird darüber hinaus empfohlen, eine Reisekostenrücktrittsversicherung abzuschließen.

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Preis

Madagaskar
Madagaskar: Bahn am Limit 15 bis 22 Teilnehmer 3.220 Euro
27.04.2018 – 11.05.2018 10 bis 14 Teilnehmer 3.440 Euro
  Einzelzimmerzuschlag 410 Euro
Anmeldeschluss: 26.01.2018
Das Land der Baobabs 11 bis 18 Teilnehmer 1.960 Euro
10.05.2018 – 17.05.2018 5 bis 10 Teilnehmer 2.310 Euro
  Einzelzimmerzuschlag 380 Euro
Anmeldeschluss: 26.01.2018

Der Preis beinhaltet:

Nicht enthalten sind:

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