Hauptstrecken-Dampf und Pagoden

Dampf in Myanmar (Birma): 08.12. – 19.12.2018

Kulturelle Highlights von Myanmar 18.12. – 22.12.2018

Hauptstreckendampf in Birma/Myanmar

Nach jahrelangen Diskussionen und Verhandlungen mit der Staatsbahn trägt diese Arbeit nun Früchte. Die bisherigen Reisen zeigten auch der Staatsbahn, dass ihre wieder aufgearbeiteten Dampflokomotiven mehr leisten können, als nur zehn Kilometer mit fünf Wagen zu fahren – der Ausgangspunkt aller Verhandlungen. Der lange Weg dazu ist im Reisebericht von der Januar-Reise 2017 beschrieben. Die letzten Reisen verliefen sehr erfolgreich. Nunmehr steht allerdings die Generalsanierung der Hauptbahn von Yangon nach Mandalay auf der Agenda. Dabei soll jeder Schotterstein umgedreht, Brücken neu gebaut, Stellwerke abgerissen und die letzten verbliebenen Formsignale ersetzt werden. Die Hauptstrecke, wie man sie aus Dampfzeiten kennt, wird dann Geschichte sein. Die Planung für die Bauarbeiten sehen immer noch den Baubeginn Mitte 2018 vor, aber es gibt sehr ernst zu nehmende Hinweise, dass dieser Zeitplan nicht zu halten ist. Daher wollen wir die Chance nutzen und uns intensiv einer der letzten Hauptstrecken Asiens zuwenden, die seit der Dampflokzeit nicht mal im Ansatz modernisiert wurde. Es gibt ein „Modernisierungreisiko“, aber wir halten es für gering. Je länger man jedoch wartet, desto größer wird das Risiko, die „gute“ alte Hauptstrecke nicht mehr wieder zu erkennen.

Die hier gezeigten Aufnahmen stammen fast ausschließlich von den Reisen im Januar und Dezember 2017. Einen Unterschied zu Aufnahmen, die zu Zeiten des planmäßigen Einsatzes von Dampflokomotiven entstanden, wird man nur schwerlich ausmachen können. Und genau das ist auch das Ziel dieser Reise. Wir haben etliche Wagen für unsere Züge aufarbeiten lassen, damit diese absolut authentisch aussehen. Auf der Hauptstrecke nach Mandalay kamen jedoch schon seit Jahrzehnten kaum noch zweiachsige Wagen zum Einsatz, so dass wir hier Vierachser älterer Baujahre einsetzen werden.

Hauptstreckendampf in Birma/Myanmar

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Hauptstrecken-Reiseplan

Erfahrungen aus früheren Reisen raten dazu, den wirklichen Reiseplan nicht zu veröffentlichen. Den Reiseteilnehmern wird ein detaillierter Plan vor der Reise ausgehändigt. Die Reiseausschreibung hier dient nur der Illustration, was so oder so ähnlich geplant ist. Die Ankunfts- und Abflugorte werden rechtzeitig genannt, den Flug bitte auf keinen Fall ohne Rücksprache buchen.

Datum

Reiseplan

08.12.

Flug nach Bangkok

09.12.

Anschlussflug nach Naypyitaw, Eintreffen dort am Abend, Charterbus zu unserem Hotel in der Hauptstadt Naypyitaw

10.12.

Bei Pyinmana gab es eine Zuckermühle, die früher von drei Ladestellen aus per Bahn bedient wurde. Diesen Verkehr hat die Bahn schon lange an die Straße verloren. Aber diese Züge wurden bis in die Nuller Jahre mit Dampf gefahren. Am Morgen fahren wir einen leeren Zuckerohrzug über die Hauptstrecke nach Ela. Mittags kehren wir Tender voran nach Pyinmana zurück und fahren dann am Nachmittag auf die Nebenstrecke nach Kantha, wo sich ebenfalls eine Zuckerrohrverladung befand. Hotel in Naypyitaw.

11.12.

Auf der zweigleisigen Hauptstrecke fahren wir heute mit einem Güterzug von Pyinmana nach Taungoo, wo unsere Lok im Depot übernachten wird. Hotel in Taungoo.

12.12.

Heute fahren wir den langen Hauptstreckenabschnitt Taungoo – Pyuntaza mit Dampf. Pyuntaza ist neben Bago der einzige große Bahnhof der Hauptstrecke, der noch mit Formsignalen gesichert sein dürfte. Wir werden früh losfahren in der Hoffnung, Pyuntaza noch bei Tageslicht zu erreichen. Hotel in Bago.

13.12.

Am Nachmittag werden wir uns den noch existierenden Formsignalen in Pyuntaza widmen und einige Ein- und Ausfahrten organisieren. Hotel in Bago

14.12.

Heute fahren wir weiter die Hauptstrecke ab und werden am Abend Bago erreichen. Hotel in Bago.

15.12.

Wir verlassen die zweigleisige Hauptstrecke und fahren heute mit einem authentischen, leeren Steinzug von Bago nach Mokepalin (Mokpalin). Die Ankunft in Mokepalin wird wohl nicht mehr bei Tageslicht sein, da die Züge früher wie heute sehr langsam auf dieser eingleisigen Strecke unterwegs sind. Hotel in der Nähe von Kyaikhto.

16.12.

Mit unsrem Steinzug fahren wir zurück nach Bago, was wir wohl kaum bei Tageslicht erreichen werden. Aber auf dem Weg liegen zahlreiche schöne Fotostellen. Hotel in Bago

17.12.

„Formsignal-Festival“: Noch existieren die Signalbrücken der originalen britischen Bauart. Wir werden mit einem Personenzug und vsl. einer YC verschiedene Aus- und Einfahrten mit den Signalen und den Fachwerkstellwerken umsetzen, bevor die Modernisierungswelle diese ersetzen wird. Mittags drehen wir die Lok auf der Drehscheibe von Bago und werden dann die Südausfahrt sowie die Nordeinfahrt fotografieren. Abends Nachtaufnahmen im Depot Bago. Hotel in Bago

18.12.

Am Vormittag fahren wir zum Flughafen nach Yangon. Der Rückflug kann ab 13 Uhr gebucht werden.

19.12.

Ankunft in Europa

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Kulturelle Highlights von Myanmar

Datum

Reiseplan

18.12.

Am Vormittag fahren wir zum Flughafen nach Yangon. Flug nach Bagan (Nyaung Oo). Gleich nach der Ankunft werden wir einige der sehenswertesten Orte besuchen, und derer gibt es viele wie z. B. Nyaung Oo Markt, Shwezigon Pagode, Kyansittha U Min Kloster, Gubyaukgyi Tempel, Ananda Tempel oder den Htilominlo Tempel. Hotel in Bagan.

19.12.

Optional: Ballonfahrt über Bagan bei Sonnenaufgang. Zusatzkosten: ca. 350 US-Dollar, zahlbar direkt vor Ort. Wir setzen unsere Besichtigung der wunderbaren Kulturschätze (Phayathonesu Tempel, Laymyatnar Tempel) bevor wir zum Minnanthu Wasser Reservoir und zum Dorf Minnanthu fahren. Später am Tag stehen zur Auswahl der Nanpaya Tempel, der Manuha Tempel, der Sulamani Tempel, der Damayangyi Tempel wie auch der Shwegugyi Tempel, von dem man einen schönen Blick auf Alt Bagan und die Ausgrabungsstätte des königlichen Palastes hat. Hotel in Bagan.

20.12.

Morgens Flug KBZ 265 nach Yangon, Abflug 11.15, Ankunft 12.35 Uhr. Nach einem Besuch von Yangons Bogyoke (Scott’s) Markt werden wir die Botahtaung Pagode und die Chaukhtatgyi Pagode besichtigen. Der späte Nachmittag/frühe Abend ist für das Weltkulturerbe Shwedagon Pagode reserviert. Hotel in Yangon.

21.12.

Nach dem Frühstück im Hotel Transfer zum internationalen Flughafen und Heimflug.

22.12.

Morgens Landung in Europa

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Streckenbeschreibung

Die Zuckerzüge in Pyinmana wurden in der Regel mit dem Schornstein nach Süden/Westen gefahren. Damit sind die Leerzüge nach Ela und Kantha aus fotografischer Sicht die interessanten Züge gewesen. Auf der Strecke nach Kantha gibt es viele Palmen, die man in Szene setzen kann, während die Strecke nach Ela die zweigleisige Hauptstrecke nach Yangon ist. Kurz vor Ela befindet sich eine Brücke aus der Anfangszeit der Bahn.

Hauptstreckendampf in Birma/Myanmar

Die nicht elektrifizierte, zweigleisige Hauptstrecke von Mandalay nach Yangon ist eine durchgehende Langsamfahrstelle. Teilweise gleicht sie einer grüne Wiese mit Schienen. Mit Stand Ende 2017 findet man immer noch genietete Brücken aus der Zeit des Baus der Strecke, Formsignale in Bago und Pyuntaza, Fachwerkstellwerke und mit Flaggenmann gesicherte Bahnübergänge. Die Strecke ist zwar flach und folgt dem weiten Tal des Sittaung Flusses, aber es gibt etliche schöne Motive. Das Hauptmotiv wird natürlich unser authentischer Güterzug auf der Strecke sein. Wann genau die Bauarbeiten beginnen werden, die die Strecke in die Neuzeit katapultieren werden, ist nicht genau abzusehen, wir werden aber mit Sicherheit die größten Abschnitte unserer geplanten Reiseroute unberührt vorfinden. Wir gehen sogar davon aus, dass im Dezember 2018 überhaupt noch nicht mit den Bauarbeiten begonnen wurde.

Hauptstreckendampf in Birma/Myanmar

Bago (früher Pegu) war eines der letzten Dampfdepots Birmas. Man bediente zwei Strecken, eine davon nach Mottama, südwestlich von Bago. Anfangs verläuft sie durch das Flachland wo sich bereits zahlreiche gute Fotomöglichkeiten bieten. Nach der großen Flussbrücke über den Sittaung tauchen entlang der Strecke Berge auf, die sich als Fotohintergrund anbieten. In Mokpalin gibt es ein verschlafenes, kaum genutztes Depot mit einer für uns wieder funktionsfähig hergerichteten Drehscheibe und der für uns neu gebauten Zufahrt. Man kann Lokomotiven hier versorgen und kleinere Reparaturen ausführen.

Wir haben für unsere Züge Wagen wieder aufarbeiten bzw. umlackieren lassen. Unser Zug wird also authentisch aussehen.

Hauptstreckendampf in Birma/Myanmar

Einige der drei betriebsfähigen Lokomotiven haben einen reduzierten Kesseldruck, daher können sie nicht mehr die Zuglasten früherer Jahre bewältigen. Die letzten Untersuchungen waren Billig-HUs; auch mit dem mechanischen Teil der Lokomotiven steht es nicht zum Besten. Die Intention für die Untersuchung war, dass man drei bis fünf Personenwagen über flache und relativ kurze Strecken befördern wollte. Auf den vorangegangenen Reisen bestätigte die Dampftechnik jedoch, dass sie auch unter lausigen Bedingungen zu guten Leistungen in der Lage ist. Man kann zwar technische Probleme nie ausschließen, aber im schlimmsten Falle haben wir eine Ersatzlok, die zwar nicht sofort, aber doch in angemessener Zeit aushelfen kann. Die Lokmannschaften kennen sich nicht mehr so, wie früher mit diesem Lokomotiven aus. Daher sollte man dennoch Verspätungen (völlig normal auf birmesischen Gleisen) und Probleme erwarten. Es kann nicht garantiert werden, dass irgendetwas so wie geplant und bezahlt läuft.

Wir haben drei Lokomotiven zur Verfügung, zwei YD-Mikados und eine YC-Pazifik. Wir planen, alle drei Lokomotiven einzusetzen.

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Anmerkungen

Ein gecharterter Reisebus wird unseren Sonderzügen folgen. Wir werden aber auch immer wieder an Bord unseres Zuges gehen, um zu den besten Fotopunkten zu gelangen. Das Einsteigen in die Güterwagen kann manchmal etwas beschwerlich sein, wir haben aber Leitern dabei.

Die veröffentlichten Fahrzeiten der Myanma Railways gehen nicht sehr weit über den Status einer Absichtserklärung hinaus. Stundenlange Verspätungen sind eher die Regel denn die Ausnahme. Dennoch haben unsere Charterzüge in der Vergangenheit fast immer eine Abfahrt auf die Minute genau hingelegt.

Nicht nur die Lokomotiven, auch das Streckennetz und die Signaleinrichtungen sind vielfach in einem Zustand der es nicht erlaubt, auch nur irgendetwas zu versprechen. Es kann daher nicht nur aus lokomotivtechnischer Sicht möglich sein, dass bestimmte Teile des Reiseplanes nicht oder nicht wie geplant und gewünscht durchgeführt werden und kompensationslos, also ohne die Möglichkeit, Geld zurückzuzahlen oder eine adäquate Ausgleichsmöglichkeit anzubieten, ausfallen können. Gezahltes Geld zurückzuerhalten, ist bei den Myanma Railways nicht vorgesehen, wir mussten das sogar unterschreiben. Allerdings erwarten wir nach der Erfahrung auf den zurückliegenden Reisen nicht, dass es zu größeren Schwierigkeiten kommen wird. Alle Vertragsparteien haben jeweils alles ihnen Mögliche versucht, um das geplante Programm durchzuführen. Es gab daher noch keine Ausfälle.

Der Reiseverlauf kann jederzeit aus verschiedenen Gründen geändert werden. Wir versuchen immer, das Beste aus der uns zur Verfügung stehenden Zeit herauszuholen, weswegen es kurzfristige Änderungen im Programmablauf, bei den geplanten Zügen, den Lokomotiven, den Hotels etc. geben kann.

Hauptstreckendampf in Birma/Myanmar

Charterbusse (meist mit Klimaanlage), Flugzeuge, Züge, Unterkünfte etc. entsprechen dem Standard unseres Gastlandes und können von mitteleuropäischen Vorstellungen deutlich abweichen. Wir versuchen, lange Wege zu Fuß zu vermeiden, manchmal aber sind diese die einzige Möglichkeit, zu einem Aussichtspunkt oder einem Fotomotiv zu gelangen. Die Reise ist besonders für Fotografen und Videofilmer zugeschnitten, die Erzielung guter fotografischer Ergebnisse hat Vorrang vor einem ausgiebigen Frühstück im Hotel. Das Frühstück kann abgepackt sein, das Mittag wenn nötig entfallen oder durch einige Papayas, Bananen oder Orangen ersetzt werden. Die Essenszeiten richten sich nach unseren Zügen. Ausgezeichnete Mahlzeiten mit lokalem Gemüse, Reis und Curry sind in der Regel in den kleinen Stationen entlang der Bahn zu finden. Mit der Ausnahme von Trinkwasser sind Getränke nicht im Reisepreis enthalten.

Unsere gewählten Hotels sind nach lokalen Maßstäben sehr gut, bei notwendigen Programmänderungen oder Abseits der großen Städte können sie aber durchaus einfachsten Standards sein. Nachdem Sie die Qualität der Straßen erlebt haben, werden Sie verstehen, warum wir weite Strecken zum Erreichen des nächsten überteuerten Luxushotels vermeiden.

Bitte beachten Sie, dass die Hotels, Busse, Züge, eigentlich alles, was uns begegnen wird, keinesfalls EU-konform sind. Deshalb reisen wir ja gerade dorthin. Wir werden in ein Land reisen, in dem Umwelt- und Unfallschutz nahezu unbekannt sind. Es sei ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen, die durch die Benutzung und den Aufenthalt in der Nähe der Eisenbahnen oder im Straßenverkehr entstehen können. Benutzen Sie immer Ihren gesunden Menschenverstand, wenn Sie Straßen und Bahngleise überqueren. Wenn Sie sich nicht auf dunklen Straßen in der Nacht orientieren können, nehmen Sie eine ausreichend starke Taschenlampe mit. Der Abschluss einer Auslands-Unfallversicherung und der ohnehin wichtigen Auslandskrankenversicherung wird empfohlen. Weder die Staatsbahn, Myanma Railways, der örtliche Veranstalter noch FarRail Tours haften in irgendeinem Fall für Unfälle jeglicher Art, Schäden, Verluste oder Unannehmlichkeiten, Mehrkosten etc., die z. B. aus notwendigen Umbuchungen oder Verspätungen einzelner Verkehrsträger entstehen können.

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Es wird empfohlen, einige US-Dollar mitzunehmen, auch den Euro kann man mittlerweile fast überall in die lokale Währung Kyat tauschen. Mit 250 $ ist man meist ausreichend gut aufgestellt, alle eventuellen Kosten für Getränke und Souvenirs abdecken zu können.

Akkus aufladen in den Hotels stellt kein Problem dar. Manchmal gibt es Stromausfälle. Die Generatoren der Hotels sind dann oft nicht in der Lage, die gleiche Spannung wie das Landesnetz zu liefern. Daher kann das Aufladen der Batterien eine längere Zeit als üblich in Anspruch nehmen. Auf den früheren Reisen musste aber noch niemand auf ein Bild wegen eines Batterieproblems verzichten.

Trotz einiger Unzulänglichkeiten wird man über Land und Leute positiv überrascht sein und mit guten Erinnerungen nach Hause zurück fahren.

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Preis

Birma/Myanmar
Hauptstreckendampf und Pagoden 24 bis 40 Teilnehmer 3.410 Euro
08.12.2018 – 19.12.2018 Einzelzimmerzuschlag 370 Euro
Anmeldeschluss: 05.09.2018
Kulturelle Highlights von Myanmar 6 bis 20 Teilnehmer 660 Euro
18.12.2018 – 22.12.2018 2 bis 5 Teilnehmer 740 Euro
  Einzelzimmerzuschlag 160 Euro
Anmeldeschluss: 05.09.2018

Buchungen nach dem Anmeldeschluss sind möglich, kosten jedoch 140 Euro zusätzlich.

Im Preis enthalten

Nicht eingeschlossen sind

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