Arbaroba Spezial

Mallets in Eritrea: 25.10. – 1.11.2019

Eisenbahn in Eritrea

Alle Fotos: Bernd Seiler, Januar 2019

Im Herbst 2019 werden wir erneut die wunderschöne Strecke zum Weltkulturerbe Asmara befahren. Um die Strecke von Ghinda in zwei Tagen zu bewältigen, haben wir zwei Mallets am Zug vorgesehen. Die letzten anderthalb Tage werden wir als Kleingruppe mit maximal 20 Teilnehmern unterwegs sein.

2016 verließen wir als letzter Anbieter, der das Land mit seiner Eisenbahn noch im Programm hatte, mit sehr gemischten Gefühlen über die Zukunft der Bahn. Aber 2018 konnten wir als erster Anbieter wieder nach Eritrea zurückkehren nachdem ein größerer Abschnitt der Bahn wieder befahrbar war. Die Strecke war allerdings nur bis kurz vor Embatkalla befahrbar. Die Unterspülung zwischen Tunnel 7 und 8 ermöglichte es nicht, die Strecke an diesem Abschnitt ohne politische Einflussnahme wieder aufzubauen. Es handelt sich ausschließlich um politische Probleme, nicht um technische. Auf der Reise im Januar 2019* habe ich die Stelle ausführlich inspiziert und mir Gedanken gemacht, wie man das Problem ohne die Politik lösen könnte. Meine Idee wurde von der Bahn aufgegriffen und wird nun in den Monaten bis Oktober umgesetzt. Damit steht uns die Strecke wieder bis Ghinda und ein Stückchen weiter zur Verfügung.

Die Strecke verläuft im Gebirge und wird mit nur einer handvoll Gleisbauarbeitern instand gehalten. Es kann durch die Naturgewalten also jederzeit wieder Schluss mit diesen Fahrten sein. Die politische Situation ist derzeit stabil, und auch das kann sich sehr rasch ändern. Deswegen gibt es keine Zeit zu verlieren – auf nach Eritrea! Man wird belohnt mit einer der schönsten Eisenbahnen Afrikas, mit Einblicken in ein friedliches Land und kulturhistorisch-architektonischen Schätzen. Denn die Hauptstadt Asmara hat ein unwiderstehlich italienisches Flair. Ob Pizzeria oder ein Cappuccino am Nachmittag im Gartenrestaurant – die Dolce Vita feiert Konjunktur in dieser von Art Déco-Gebäuden so reichen Stadt. Man kann gerne auch vor oder nach der Reise ein paar entspannte Urlaubstage in dieser tollen Stadt verbringen. Seit 2017 gehört Asmara zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Reiseplan

Datum

Reiseplan

25.10.

Fug nach Asmara, Ankunft dort gegen Mitternacht oder am frühen Morgen, Hotel in Asmara

26.10.

Nachmittags Besichtigung des Panzerfriedhofes, des italienischen und des jüdischen Friedhofes und eines der Kinos der Hauptstadt, Hotel in Asmara

27.10.

Vormittags Besichtigung von interessanten Art-Deco-Gebäuden, einige davon sind Ikonen ihrer Zeit. Am späten Vormittag fahren wir mit einem Charterzug und zwei Lokomotiven hinunter bis nach Ghinda und ein Stück darüber hinaus. Im letzten Nachmittagslicht fahren wir dann wieder nach Ghinda hinauf. Rückkehr mit Charterbussen nach Asmara.

28.10.

Mit Charterbussen fahren wir am frühen Morgen zu unserem Zug und befahren die spektakuläre Strecke bis nach Nefasit. Wir werden zwei Lokomotiven am Zug haben. Abends Charterbus zurück zum Hotel in Asmara

29.10.

Mit Charterbussen rollen wir hinab nach Nefasit, wo unser Zug auf uns wartet. Heute steht der schwierigste und auch landschaftlich schönste Streckenabschnitt nach Asmara auf dem Programm. Wir fahren mit zwei Mallets. Hotel in Asmara

30.10.

Den Sonnenaufgang erleben wir im Bereich Scheitelpunkt – Viadukt Shegereni. Wir fahren mit einem reinen Güterzug und der kleinen Mallet, 440 008. Transfer zum Flughafen für diejenigen, die nach Khartum weiterfliegen. Am frühen Nachmittag werden wir mit einem kleinen B-Kuppler im Bahnhof rangieren (falls verfügbar) und dann am Abend für Sonnenuntergangsaufnahmen mit einer Mallet noch einmal über den Scheitelpunkt fahren. Am Abend sind Nachtaufnahmen am Lokschuppen vorgesehen.

31.10.

Mit der kleinen Mallet fahren wir nach Arbaroba und noch ein paar Tunnel weiter in Richtung Lessa, um den Anstieg von dort aus zu meistern. Vorbereitung zum Rückflug und Transfer zum Flughafen in der Nacht. Das Hotel ist bis zum Abflug in der Nacht für uns gebucht.

01.11.

Rückflug nach Europa

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Streckenbeschreibung

In Eritrea, lange Jahre durch Äthiopien besetzt, haben nach der Unabhängigkeit 1993 einige der früheren Bahnangestellten damit begonnen, ihre völlig zerstörte Bahn wieder aufzubauen. Mehrere der in den 1930er Jahren bei Ansaldo (Italien) gebauten Mallet-Lokomotiven wurden wieder zu neuem Leben erweckt – haben allerdings keine Hauptuntersuchung im herkömmlichen Sinne erhalten. Diese hoch betagten Fahrzeuge werden von engagierten Eisenbahnern, die aber leider nicht das Wissen der fast alle verstorbenen Eisenbahner aus der äthiopischen Zeit mitbringen, für Sonderfahrten auf einer Bahnstrecke eingesetzt, die Vergleiche mit den Andenbahnen, dem Semmering oder der Darjeelingbahn nicht zu scheuen braucht. Spektakuläre Gebirgsabschnitte mit Steigungen von bis zu 35 Promille waren nötig, damit sich die 950 mm-Strecke auf 118 km Länge von Seehöhe rund 2.400 Meter in die Höhe schrauben konnte. Tunnel und gemauerte Bogenbrücken wechseln einander ab, mal gähnt eine tiefe Schlucht zur Rechten, dann ragt dort eine Felswand auf, während sich auf der linken Seite ein grandioser Ausblick über wolkenverhangene Täler auftut. Aber nur für einen Augenblick, bevor man in den nächsten Tunnel einfährt ...

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Wahrscheinlich werden wir nicht die ganze Strecke bis Massawa sehen, wir rechnen nur mit einer Fahrt bis Ginda bzw. Baresa. Aber wer weiß, vielleicht wird die Bahn ja eher wieder befahrbar als gedacht. Die Strecke führt vom Hafen in Massawa zuerst durch das relativ flache Küstengebiet, welches bis Mai Atal (km 29) wüstenartig ist. Bis Mai Atal werden mehrere trockene Flussläufe von teils langen Steinbogenviadukten überquert. Hinter Mai Atal wird die Steigung merklich. Bereits vor Ghinda (km 69,4, ca. 1.000 m über dem Meer) werden die ersten Tunnels durchquert. Ab hier beginnt der Kräfte zehrende Abschnitt der Bahn mit Steigungen von 35 Promille und zahlreichen Tunnels, Kehren, Brücken und Stützmauern entlang von Felsvorsprüngen. Der Scheitelpunkt der Strecke in 2.430 Metern Höhe wird zwischen Arbaroba und Asmara (km 118) erreicht. Hinter Asmara verlief die Strecke erst durch etwas flacher werdendes Land bevor sie sich dann nach Keren und weiter nach Agordat hinunter wand. Hier ist sie jedoch bislang noch nicht wieder aufgebaut worden. Der Bahndamm bis Keren ist aber beräumt worden und kann auf größeren Teilen mit Allradfahrzeugen befahren werden. Hinter Keren in Richtung Agordat ist die Strecke durch Erdrutsche und Gerölllawinen nicht befahrbar und teilweise auch nur schwer begehbar.

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Asmara ist die Hauptstadt Eritreas. Asmara ist eine (wenn nicht gar DIE) Perle des Art Déco Stils und wurde um die vorvorige Jahrhundertwende von namhaften italienischen Architekten entworfen. Die rege Bautätigkeit bis 1940 wurde jäh durch die Besatzung durch britische Truppen und später durch Äthiopien beendet – und nach der Unabhängigkeit kaum wieder aufgenommen. Nur extrem wenige Neubauten aus den Jahren 1941 bis heute verstellen den Blick auf ein fast homogenes Stadtbild aus Art Déco-Gebäuden. Asmara hat mehr Kinos als manch dreifach so große Stadt Afrikas – und alle diese Lichtspieltheater sind Ikonen des damaligen Baustils. Die meisten Häuser werden auch heute noch genutzt. Kaffeehäuser und Pizzerien, kleine Geschäfte, Wohnhäuser und Bauten der Behörden, Kirchen und Moscheen, Villen, ärmere Viertel, Obst- und Fischmarkt prägen das Bild dieser faszinierenden Stadt, in der sogar die Brauerei nach Stil des Art Déco erbaut wurde. Das Bier Asmaras wird in deutschen Fässern aus deutschem Malz und Hopfen gebraut und schmeckt dementsprechend gut. Asmara ist eine Stadt, die trotz der Preissteigerungen in den letzten Monaten und Jahren immer noch eine italienische Oase in Afrika ist, in der man Dolce Vita wirklich leben und erleben kann. Natürlich gibt es auch Armmut in der Stadt wie auch auf dem Land, aber Betteln kommt selten vor, und oft nur dort, wo Touristen häufig anzutreffen sind. Meist werden es nur die Kinder sein, die nach einem Kugelschreiber fragen. Diese dann zu verteilen führt dazu, dass man sich einen guten Überblick über den Kinderreichtum eines Ortes verschaffen kann. Man macht es also besser nicht. Wir werden eine Sammlung zentral organisieren und dann an die richtigen Stellen verteilen, so dass auch die wirklich Bedürftigen in den Genuss einer Spende kommen. Mehr dazu dann in den Schreiben an die Teilnehmer vor der Reise.

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Anmerkungen

Die Bahn ist, wie bereits erwähnt, durch ein extrem schwieriges Terrain gebaut. Es gibt Fotostandpunkte, die lassen nur rund 15 Fotografen zu. In solchen Fällen wird der Zug diese Stelle eben zwei oder auch drei Mal passieren, bis alle Ihre Aufnahme im Kasten haben. Dazu gehört aber auch, dass Disziplin herrscht. Man sollte sich niemals in das Bild von anderen stellen, auch wenn man meint, eine viel bessere Position ausgemacht zu haben. Wenn diese Position so gut ist, lassen sich garantiert auch andere Fotografen für sie begeistern und wir können diese Stelle gemeinsam aufsuchen. Bei all unserem Tun ist aber zu berücksichtigen, dass wir den Zug immer nur für eine bestimmte Zeitspanne gemietet haben. Diese ist allerdings auch sehr natürlich begrenzt durch die Schatten werfenden Berge am Morgen und Abend bzw. durch das eher unfotogene Licht in der Mittagszeit. Wir werden keine übertriebenen Anstrengungen unternehmen, um aus der Mittagssonne eine brauchbare Aufnahme herauszukitzeln. Darüber hinaus ist mit technisch bedingten Verspätungen oder gar dem kompletten, ersatz- und kompensationslosen Ausfall von geplanten Leistungen zu rechnen. Die Lokomotiven sind weder technisch gut in Schuss noch werden sie immer kompetent bedient. Mit Dampfkochpausen sollte man auf jeden Fall rechnen.

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Bei aller Begeisterung für den phänomenalen Streckenverlauf muss unbedingt darauf hingewiesen werden, dass wir uns im Gebirge befinden. Ein unbedachter Schritt zu weit an den Grat kann einen Absturz auslösen, der gesundheits-, ja sogar lebensbedrohlich sein kann. Wir möchten an dieser Stelle daher extra darauf hinweisen, dass die Teilnahme an der gesamten Fahrt, insbesondere das Verlassen des Zuges auf freier Strecke und die Bewegung im Gelände auf eigene Gefahr geschehen. Wer sich etwas nicht unbedingt zutraut sollte darauf verzichten. Es kommen andere Fotomöglichkeiten, die einfach zu erreichen und nicht weniger gut sind.

Eritrea macht gerade eine schwere Zeit durch. In unseren Medien kann man viel von den Flüchtlingen aus Eritrea lesen, aber schwer etwas über die Hintergründe in Erfahrung bringen, warum so viele Menschen von dort fliehen. Wenn man durch Eritrea reist, trifft man überall auf freundliche, hilfsbereite, warmherzige Menschen, eine Infrastruktur, die für die Region überdurchschnittlich ist, ein funktionierendes Bildungssystem und leckeres Essen. Aber natürlich gibt es Gründe für junge Menschen, das Land zu verlassen. Zum Militärdienst kann jeder und jede (es sei denn, sie hat Kinder) eingezogen werden, die Altersspanne reicht wohl von 18 bis 80, die Dauer ist nicht vorhersehbar und kann unbegrenzt sein. In der Wirtschaft kontrolliert der Staat fast alles. Lizenzen zum Betreiben eines eigenen Geschäftes wie einer Autowerkstatt oder eines Cafés werden fast nicht mehr erteilt, hingegen werden bei kleinsten Unregelmäßigkeiten bestehende Lizenzen eingezogen. In einem staatlichen Unternehmen beschäftigt zu sein garantiert einem ein Einkommen auf sehr niedrigem Niveau, zu wenig, um sich ein Mal in der Woche ein Bier leisten zu können. Daher sehen viele gebildete, junge Menschen keine wirtschaftliche Zukunft in ihrem eigenen Land.

Aus diesen Gründen sollte man sich auch nicht über die lethargische und abwehrende Haltung vieler Eritreer wundern, wenn man etwas Besonderes möchte. Eine Reise mit einem Eisenbahnprogramm zu organisieren, ist etwas sehr Spezielles, das gilt besonders nach dem Tod des früheren General Managers, Amanuel. Die Leute verdienen genau dasselbe, ob sie nun etwas tun oder nicht. Nur, wenn man etwas tut, könnte genau das falsch sein und man einen Fehler machen und damit möglicherweise seinen Job verlieren oder eine Einberufung zur Armee erhalten. Das will niemand riskieren. Daher lieber nichts tun ... Der Verdienst kann so gering sein, dass man unbedingt auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen ist, und viele Eritreer im Ausland senden Geld an ihre Familien.

Eisenbahn in Eritrea

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Eritrea ist ein Land, das erst seit 1993 unabhängig ist. Davor wütete jahrzehntelang ein Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg. Selbst danach gab es noch einen erbitterten Kampf um den Verlauf der Grenzlinie zu Äthiopien. Jetzt gibt es Frieden mit Äthiopien. Von den langen Kriegszeiten hat sich das Land nicht erholt, Armut ist noch weit verbreitet. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen der Welt drückt sich das jedoch nicht in erhöhter Kriminalität etc. aus, vielmehr gehört Eritrea zu den sichersten Ländern in ganz Afrika. Die Einheimischen sind ausgesprochen gastfreundlich. Obwohl der Tourismus nach so langer Kriegszeit natürlich noch in den Anfängen steckt, sind unsere Hotels von ausreichendem Standard (ein bis zwei Sterne nach deutschem Maßstab) und relativ sauber. Eritrea scheint sich als Staat noch nicht richtig gefunden zu haben, und so kann es zu kurzfristigen Änderungen bei der Visaerteilung oder der Ausstellung von Genehmigungen im Lande kommen. Das sollte Sie nicht schrecken. Bislang haben wir immer noch alle Visa erhalten.

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In Asmara bieten wir die Option, in einem vier Sterne-Hotel im Stadtzentrum unterzukommen. Dort gibt es nur Einzelzimmer, oder Zimmer für Paare. Es ist ein klassisches Hotel des späten 19. Jahrhunderts und wurde erst vor einigen Jahren komplett renoviert. Kabelloses, langsames Internet ist in der Lobby vorhanden. Neben dem Einzelzimmerzuschlag (siehe unten) kostet das Hotel weitere 65 Dollar pro Nacht zusätzlich zum Reisepreis. Wer mit seiner Partnerin reist, braucht natürlich keinen Einzelzimmerzuschlag zu zahlen. Gerade für Paare ist dieses Hotel sehr zu empfehlen.

Wir erwarten Temperaturen um 22 bis 28 Grad in Asmara und bis 30 Grad in Ghinda. In Asmara kann es am Morgen auf 10 Grad Celsius abkühlen. Die Regenwahrscheinlichkeit ist gering, allerdings gibt es um Ghinda häufig Nebelfelder, die dann für besonders stimmungsvolle Szenen sorgen können – oder aber jede Aufnahme vereiteln. „Sichtweite Null“ ist durchaus eine Option!

Unter 2.000 Metern Höhe gibt es ganzjährig ein Malariarisiko, was aber in unserer Reisezeit eher gering ist. Die beste Malariaprophylaxe ist, sich nicht von Mücken stecken zu lassen. Daher ist lange Kleidung für die Abendstunden angeraten. Lange Kleidung ist auch gesellschaftlich ein Muss. Rund die Hälfte der Bevölkerung ist muslimischen Glaubens (die andere Hälfte christlich). Kurze Hosen sind auch bei 30 Grad absolut ungeeignet, um sich in diesem Kulturkreis in der Öffentlichkeit zu zeigen, wenn man sich nicht als Tagelöhner verdingen oder auf eine Stufe mit Invasionstruppen westlicher Armeen stellen möchte. Wenn es einige Touristen oder deren lokale Reiseleiter dennoch tun, sollte das kein Ansporn sein, dies nachzuahmen.

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Die Stromversorgung (220 Volt) ist durch die Notstromaggregate unserer Hotels relativ sicher, man benötigt jedoch manchmal einen Adapter. Ein Mobilfunknetz gibt es zwar, aber westliche Anbieter haben bislang keinen Roamingvertrag mit Eritrea unterzeichnet. Telefonieren ins Ausland funktioniert in den großen Städten über die Vermittlung und in unserem Hotel in Asmara. In Asmara gibt es auch Zugang zum seeeehr langsamen Internet.

Ansonsten sind lediglich alle Verhaltensmaßregeln für einen Aufenthalt in den Tropen zu beachten, wenn man eine unbeschwerte Reise einem Krankenhausaufenthalt vorzieht. Dazu gehört die Grundregel, das Speisen gekocht, geschält oder eben nicht gegessen werden, genauso wie, dass Wasser aus der Leitung nicht trinkbar ist. Neben der einheimischen Küche, die man unbedingt probieren sollte, haben sich auch aus der Kolonialzeit viele italienische Einflüsse erhalten. Pizza essen in Asmara ist kein Problem. Wir haben in der Mittagszeit jeweils ein kleines Luchpaket geplant, was im Reisepreis mit enthalten ist. Daneben gibt es Kaltgetränke und Kaffee, Bier oder Wasser im Zug zu kaufen.

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Wir rechnen damit, dass diese Lokomotiven einsatzfähig sein werden:

Es kann allerdings keine dieser Lokomotiven zugesichert werden, der Zustand der Maschinen ist nicht der Beste. Auf jeden Fall reicht der Betriebsbestand dazu aus, alle Sonderzüge mit Dampf zu bespannen.

Die Eisenbahner wissen nach mehreren Fahrten für Dampflokfreunde mittlerweile ziemlich genau, was und wie wir etwas arrangieren wollen. Nach unseren anspruchsvollen Fahrten mit authentischen Zügen kennen sie auch die gehobenen Ansprüche einer FarRail Tours Reisegesellschaft. Dennoch befinden wir uns in Afrika, wo andere Begriffe von Zeit gelten, als in unserer hastigen Welt. Wir sollten immer davon ausgehen, dass es bei einer Bahn und Lokomotiven, die nur alle paar Wochen oder Monate einmal genutzt werden, zu Problemen kommen kann. Die Lokomotiven haben in der Regel verschiedene Dampfundichtigkeiten und andere Mängel, die ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dampfkochpausen sind an der Tagesordnung. Verzögerungen sind also nicht auszuschließen. Übertriebene Hektik ist nicht die Sache der Eritreer, wenn es um die Behebung von Problemen geht. Die Eisenbahner werden aber fast immer eine befriedigende Lösung für uns finden. Man sollte weder sich noch anderen die gute Laune verderben, nur weil z. B. einmal ein Injektor nicht so will, wie er soll. Wie schwierig sich auch die Einhaltung des Sonderfahrplanes erweisen kann – wir werden auf jeden Fall zu vielen sehr guten Aufnahmen in einer grandiosen Gebirgslandschaft kommen. Es gibt keine Garantie dafür, dass sich unser Programm wie geplant durchführen lässt. Man muss mit deutlichen Verspätungen und sogar ersatz- und kompensationslosen Zugausfällen rechnen. Technische und wetterbedingte Programmänderungen sind vorbehalten. Eine finanzielle oder anderweitige Kompensation bei Ausfällen von Zügen, Verspätungen oder anderen Problemen und Schwierigkeiten ist nicht möglich.

Die Strecke wurde im Abschnitt Baresa – Massawa und Ghinda – Embatkala 2012, 2013 und 2014 an mehreren Stellen bei Unwettern unterspült. Die Schäden sind bis 2015 alle halbwegs behoben worden, bis dann gleich wieder mehrere Stellen um Embatkala und weiter unten unpassierbar wurden. Solche Schäden können jederzeit wieder auftreten und einen Teil des Programms zunichte machen. Versprechen, dass alles so klappt wie geplant, bestellt und bezahlt, kann niemand.

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Bitte beachten Sie, dass die Hotels, Busse, Züge, eigentlich alles, was uns begegnen wird, keinesfalls EU-konform sind. Deshalb reisen wir ja gerade dorthin. Wir werden in ein Land reisen, in dem Umwelt- und Unfallschutz unterentwickelt sind. Es sei ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen, die durch die Benutzung von Fahrzeugen und den Aufenthalt in der Nähe der Eisenbahnen sowie die Teilnahme am Straßenverkehr entstehen können. Der Abschluss einer Auslands-Unfallversicherung und der ohnehin wichtigen Auslandskrankenversicherung (nur neun Euro für ein Jahr Schutz!) wird empfohlen. Weder FarRail Tours Club, der örtliche Veranstalter oder die Eisenbahngesellschaft haften für jegliche Art von Unfällen, Schäden, Verlusten, Nachteilen aus Verspätungen etc.

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* Video der Januar 2019-Reise siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=WBw4SSXC44Q

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Preis

Eritrea
Arbaroba Spezial 28 bis 40 Teilnehmer 2.590 Euro
25.10.2019 – 01.11.2019 20 bis 27 Teilnehmer 2.870 Euro
  Einzelzimmerzuschlag 275 Euro
Anmeldeschluss: 24.07.2019

Der Preis umfasst:

Nicht enthalten sind:

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Alle Fotos: Bernd Seiler, Januar 2019

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